Antrag der FDP-Fraktion: Regenrückhaltebecken sollen zu Multifunktionsflächen weiterentwickelt werden

Marlies Greve

Statt eingezäunter Fläche soll hier ein Ort der Begegnung für Anwohnerinnen und Anwohner entstehen.

In Recklinghausen gibt es einige Regenwasserrückhaltebecken und Regenüberlaufbecken.

Der eigentliche Zweck ist klar: Bei Starkregenereignissen sollen diese unterschiedlich großen Flächen die Regenmassen auffangen und dafür sorgen, dass das Wasser keine oder deutlich verminderte Schäden an den umliegenden Gebäuden und Flächen in diesem Bereich verursachen.

Mit Blick auf ein vermehrt zu erwartendes Vorkommen von Starkregenereignissen ist es wichtig, entsprechende Vorkehrungen zu treffen und ggf. auch auszubauen.
Da es sich jedoch um kurzzeitige Ereignisse handelt, sollten die entsprechenden Flächen aus Sicht der FDP-Fraktion nicht nur diesem Zweck dienen, sondern außerhalb dieser Ereignisse für andere Nutzungen zur Verfügung stehen, die Anwohnerinnen und Anwohnern ganzjährig zur Verfügung stehen.

„Je nach Größe der Fläche bietet es sich an, diese zu multifunktionalen Flächen zu entwickeln und zu Begegnungsorten zu machen, die einen Aufenthalt attraktiv machen und als grün-blaue Erholungsorte in den jeweiligen Stadtteilen dienen können.“ sagt Marlies Greve. „Anwohner,
die keinen eigenen Garten oder nicht einmal einen Balkon haben, könnten diese Orte gemeinsam mit Nachbarn zum Verweilen nutzen.“
„Da kann man auch gerne geeignete Sitzmöglichkeiten oder zum Beispiel Tischtennisplatten installieren, die auch nach einem Starkregenereignis und einem längeren Verweilen einer größeren Wassermenge relativ einfach wieder reinigen und nutzbar machen kann.“ ergänzt Udo Schmidt.

Für die Umgestaltung dieser Flächen hat die FDP-Fraktion einige Ideen. Vor einer Umgestaltung sollen aber Ideen aus der Bürgerschaft gesammelt werden.
„Wer könnte bessere und sinnvollere Vorschläge machen als die Anwohnerinnen und Anwohner?“ so Marlies Greve.

Denkbare Nutzungsmöglichkeiten für die so geschaffenen Multifunktionsflächen seien  z. B. die Weiterentwicklung in
– Räume und Lernorte als grün-blaues Klassenzimmer
– eine Picknick-Wiese
– einen Naschgarten
– freie Sportflächen
– einen Skatepark
– Standorte für Kunst im öffentlichen Raum
– Installation von Zisternen und anderen Wasserspeichern für die Bewässerung der Fläche und zum Beispiel der umliegenden Straßenbäume

„Auf größeren Flächen“ sagt Marlies Greve „können wir uns auch eine Kombination gleich mehrerer Ideen vorstellen“.

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