Hierzu FDP-Vorsitzender Mathias Richter: „Das Schulgesetz NRW schreibt eine Schulentwicklungsplanung vor, damit es vor Ort ein gut abgestimmtes und ausreichendes Schulangebot gibt, dass allen Talenten entspricht und für alle Schüler und Eltern auch erreichbar sein soll. Derzeit scheint unsere Schulverwaltung ohne gesicherte Daten und Planungsunterlagen bestenfalls ein schulorganisatorisches ‚Durchwurschteln‘ zu praktizieren. Damit wollen wir Schluss machen. Ohne eine gute Planung kann es kein gutes Schulangebot in Recklinghausen geben.“
Mit einer Ratsanfrage von Marlies Greve will die FDP nun Klarheit bekommen und fordert den Bürgermeister auf, schnellstmöglich über Inhalt und Verfahren zu einer aktuellen Schulentwicklungsplanung Auskunft zu erteilen, nachdem die Vorlage einer solchen Planung bereits für Ende 2024 zugesagt wurde. Richter: „Nach dem Tempo-30-Chaos scheint die Verwaltung nun auch im Bereich der Schulentwicklung im Tiefschlaf zu verharren.“
Aus Sicht der Liberalen sollte eine Schulentwicklungsplanung moderner Prägung möglichst schnell mit folgenden Punkten sichergestellt werden:
- Sicherstellung der Erreichbarkeit der Schulangebote vor allem im Grundschulbereich
- Berücksichtigung des Rechtsanspruchs auf den Ganztagsplatz bei der Schulraumplanung
- Moderner Schulraum für modernes Lernen mit digitalen Lerninfrastrukturen
- Geeigneter Schulraum für gemeinsames Lernen mit pädagogischem und nichtpädagogischem Unterstützungspersonal
- Sicherung und Erreichbarkeit eines differenzierten Förderschulangebots
- Vielfalt der Schulangebote für unterschiedliche Talente und Begabungen
- Treffsichere Investitionsentscheidungen bei der Schaffung von bedarfsgerechtem Schulraum in den einzelnen Stadtteilen auf der Grundlage von Zahlen und seriösen Prognosedaten
Für Mathias Richter muss die Recklinghäuser Schulentwicklungsplanung schnell zu einem zentralen schulpolitischen Instrument der Stadt werden, um langfristig ein bedarfsgerechtes, wohnortnahes Schulangebot sicherzustellen: „Eine gute Schulentwicklungsplanung analysiert Schülerzahlen, Schulwahlverhalten und demografische Entwicklungen, um langfristig optimale Lernbedingungen zu gewährleisten, Schulstandorte zu sichern und die Infrastruktur an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen.“
Niklas Zielony, schulpolitischer Sprecher der FDP und zugleich sachkundiger Bürger für Schule und Bildung im Recklinghäuser Kreistag: „Zudem muss die Entwicklung unserer Schulstandorte auch Schülerströme mit den Nachbarstädten berücksichtigen und deshalb interkommunal abgestimmt werden. Auch die Berufskollegs des Kreises müssen mit ihren Angeboten einbezogen werden.“